Das Biberjahr 2007
 

Am 3. Januar bestätigt sich die Vermutung vom Herbst/Winter 2006: Das Revier bei der ARA Schmittenbach in Villigen ist biberfrei - keine Aktivitäten mehr, die Bauten sind erodiert. Futtermangel/Störungen und die Nagelattacken dürften die Ursache sein. Die Biber haben ein neues Revier am rechten Ufer der Stillibrücke!

Nahe Brücke Vogelsang im Aufeld bei Lauffohr wird am 4. Januar ein mittelgrosser Fällplatz mit 2 Ausstiegen/Wechsel, 50 m entfernt vom im letzten Winter kartierten Erdbau gesichtet. Vermutlich handelt es sich um 1-2 Biber. Ansonsten werden an beiden Ufern der Aare bis nach Brugg keine Aktivitäten verzeichnet.

Infolge des bis jetzt sehr warmen Winters, finden die Biber in ihren Revieren genügend Grünfutter (Kräuter/Agrarpflanzen), was die Aktivität an Holzpflanzen verkleinert. Daraus kann ein falsches Bild über Anzahl Biber entstehen.

Am 6. Januar im Seitenbach gegen den Limmatspitz bei Vogelsang: Eine neue Sasse mit Seegrass und kleinen Biberstöcken ausgelegt. Eine Öffnung im Damm wird ständig verstopft mit Biberstöcken.

Zwei Tage später auf der Stroppelinsel: 2 neue Wechsel zu Krautpflanzen. Nutzung an Holz sehr klein, mehrheitlich wird Löwenzahn und blaue Brombeere benutzt. Der Mittelbau am Spitz ist bewohnt und unterhalten. Das Bild deutet auf 1-2 Biber.

Am 9. Januar an der Reuss auf der Kunzinsel (Unterwindisch/Gebenstorf): Seit einem Jahr wird keine Rotbuch mehr gefällt. Fichten wurden nur benagt, ohne Schnitte. (Vor einem Jahr wurden 12 starke Rotbuch stark benagt und über 50 schwache geschnitten, auch mehrere Fichten). Die grossen benagten Buchen sind noch nicht abgestorben, werden nachgenagt. Die Biber werden es nicht schaffen diese Buchen zu fällen im Saft. An der Nagestelle wird das Holz durch Trocknung immer härter. Mehrheitlich wird Schwachholz geschnitten. Der Mittelbau sieht ungepflegt aus. Das Bild deutet auf 1-2 Biber.

Vogelsang Limmat, Seitenbach gegen Limmatspitz: Die letzte Hybridpappel wurde künstlich gefällt und für den Biber am Bach deponiert. Die bereits erwähnte Sasse wurde vom Biber ausgebaut und nachgegraben.

Eine Begehung entlang des alten Aarelaufes von Brugg bis Bad Schinznach zeigt: Es ist eine Wanderung ab Stilli/Wasserschloss aareaufwärts Richtung Bern zu beobachten mit Ausflügen in die Seitenbäche.

13.01. Vogelsang Limmat, Seitenbach gegen Limmatspitz: Die Sasse wird genauer untersucht. Die Befürchtung ist eingetreten! Die Sasse war nur eine Stufe/Sitz zum Graben. Ein junger Biber hat tief die Limmat mit dem Seitenbach verbunden. Der Damm wurde durchgebrochen und ist nun unterminiert! Die unmittelbar daneben liegende Brücke und der Damm ist bei Hochwasser gefährdet. Mehrheitlich wurde limmatseitig gegraben, weshalb die Aktivität lange nicht aufgefallen ist. Die zuständige Wasserbaustelle des Kantons wurde informiert.