Ist die Aare schon immer hier zwischen dem Bruggerberg und der Iflue durchgeflossen?
Am Bruggerberg, der Iflue und am Gebenstorfer Horn schauen wir auf alte Gesteinsablagerungen, in die sich Aare, Reuss und Limmat schon seit Jahrtausenden hinein graben. Eine nächste Eiszeit könnte unsere Täler erneut mit Gesteinsmaterial auffüllen und die Flüsse würden sich nach dem Gletscherrückzug wieder neue Wege suchen. Noch in der letzten Zwischeneiszeit floss die Aare von Schinznach-Bad über Riniken um den Brugger Berg herum. Reuss und Limmat sägten damals allein an den Juraschichten zwischen Kirche Rain und Iberig. Erst seit 100'000 Jahren durchbrechen alle drei gemeinsam den Tafeljura.
 
Wieso finden wir runde Flusskiesel am Bruggerberg oben und auf dem Gebenstorfer Horn, also weit weg von den Flüssen?
Die verbackenen Steine am Gebenstorfer Horn und am Bruggerberg sind in der vorletzten Eiszeit abgelagert worden und bilden den Jüngeren Deckenschotter. Besonders auffallend sind die Niederterrassen am Rand des Aufeldes, die in der letzten Eiszeit (der Würm) gebildet wurden. Sie dokumentieren die Kraft und Wirksamkeit des Wassers.
 
Was hat es wohl unter den Flüssen?
Die Niederterrassenschotter füllen die Flusstäler und beherbergen die wichtigen Grundwasserströme, die hier unter unseren Füssen eine Mächtigkeit von mehr als 20 Metern aufweisen.